Tattoo mit Laser entfernen

Manchmal soll die Entscheidung fürs Leben nicht mehr für immer unter der Haut sein. In diesem Fall kann man ein Tattoo mit Laser entfernen lassen. Eine Tattooentfernung ist jedoch eine schwierige und langwierige Angelegenheit. Eine Sicherheit, dass das Tattoo danach wirklich verschwunden ist, gibt es nicht. Zudem sind die Langzeitfolgen einer Tattooentfernung noch ungewiss. Kurzzeitige Folgen bei einer unsachgemäßen Tattooentfernung sind Narben und Verbrennungen, die durch ein falsches Lasergerät oder zu viel Hitze entstehen können. 

Wir haben für dich die 7 Schritte bei einer Tattooentfernung zusammengefasst, damit du dir einen guten Überblick verschaffen kannst.

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1) Überlegen

Möchtest du dein Tattoo wirklich entfernen oder reicht es, wenn du in ein gutes Make up investierst, mit dem du dein Tattoo überdecken kannst? Ist dir die Tattooentfernung so wichtig, dass du die unbekannten gesundheitlichen Risiken dafür in Kauf nimmst? Hast du genug Geld, um die Tattooentfernung zu bezahlen? Denn oftmals braucht es bei einer Tattooentfernung mehr Sitzungen als vorher gedacht und die Entfernung wird pro Sitzung mit mehreren Hundert Euro bezahlt.

 

2) Ärzt*in auswählen

Ist die Entscheidung getroffen, musst du dich für einen Arzt oder eine Ärztin entscheiden, die dich behandeln soll. Denn ab Ende dieses Jahres dürfen nur noch Ärzt*innen ein Tattoo entfernen.

 

3) Befragung und Untersuchung

Bevor das Tattoo entfernt wird bedarf es beim Arzt oder der Ärztin einer Befragung und Untersuchung. Denn nicht jedes Tattoo und jeder Mensch sind für eine Laserbehandlung geeignet. So sind schwarze Tattoos leichter zu entfernen, da hellere Farbpigmente das Laserlicht reflektieren und der Laser daher weniger wirksam ist. Dunklere Hauttypen sind zudem schwieriger zu behandeln als helle und allergische Reaktionen nach der Tätowierung sprechen gegen eine Tattooentfernung. Zudem sind viele Narben ein Indiz dafür, dass deine Haut nicht für die Behandlung geeignet ist. Außerdem sollte unter dem Tattoo keine Narbe liegen.

 

4) Einstellung und Probeschuss

Wenn deine Voraussetzungen für eine Tattooentfernung gut sind kann mit dem Lasern begonnen werden. Dazu wird ein erster Probeschuss mit dem Laser gemacht, damit dieser richtig eingestellt werden kann. Der Laser darf weder zu schwach noch zu hoch eingestellt sein. Es müssen sich beim Probeschuss Gasbläschen in der Haut bilden.

 

 

5) Lasern

Beim Lasern deines Tattoos werden die Farbpartikel deines Tattoos, welche sich in den Fresszellen in der zweiten Hautschicht (Dermis) befinden, vom Laser zerschossen. Dafür bedarf es einer hohen Energie. Die Farbpartikel deines Tattoos erhitzen sich durch den Laser und explodieren wie die Hülle der Fresszelle. Dabei werden sie zu kleineren Partikeln, die vom Lymphsystem des Körpers abtransportiert werden können. Allerdings bleiben die Partikel für immer im Körper, in deinem Lymphknoten. Daher ist es sehr wichtig, prinzipiell nur mit Farben zu tätowieren und tätowiert zu werden, von denen die Inhaltsstoffe bekannt sind. Denn manche Substanzen in den Farben können toxisch, krebserregend oder allergiefördernd sein, da erst 2009 geregelt wurde, was nicht in den Farben enthalten sein darf (Tätowiermittelverordnung). Unbekannt ist, was die Mischung aus dem Laser und den Pigmenten verursacht.

 

6) Schmerzen und Pausen

Wichtig zu wissen: Die Schmerzen beim Lasern sind sehr viel stärker als beim Stechen! Der Körper braucht nach jeder Behandlung 6 Wochen Pause, um sich zu erholen. In dieser Zeit sind Schwimmen, Sauna, Sport, kratzen und Sonne tabu!

 

7) Pflege

Außerdem muss die Wunde nach dem Lasern wie nach dem Stechen gepflegt und eingecremt werden. Wir haben für dich eine Pflegeanleitung nach dem Tattooentfernen zusammengestellt, damit du nicht den Überblick verlierst.