Tattoo Entfernung: Wer darf mit Laser behandeln?

Die einzige seriöse Methode, um ein Tattoo verschwinden zu lassen, ist die Entfernung mit einem Laser. Hierbei werden die Farbpartikel des Tattoos zerschossen, sodass sie vom Lymphsystem abtransportiert werden können. Ab 2021 dürfen jedoch nur noch Ärzt*innen diese Behandlung durchführen. 

Wir informieren euch, warum es die Verordnung gibt und was diese für euch bedeutet. 

Nur Ärzte dürfen mit Laser behandeln

Brandschutz fürs Tattoo 

 

Wer durfte bisher mit Laser behandeln?

Bisher durften alle ein Tattoo entfernen, die ein Lasergerät sowie einen Gewerbeschein besitzen und einen Laserschutzkurs absolviert haben (Spiegel Gesundheit). Das konnten Tattoo-Studio-Betreiber*innen, Kosmetiker*innen oder Heilpraktiker*innen sein. Es gibt zudem Entfernungs-Praxen, bekannt ist unter anderem die Kette „Tattoolos“. 

 

Welche Verordnung gilt seit 2021?

Seit dem 31.12.2020 gibt es jedoch eine Veränderung in der Strahlenschutzverordnung. Diese besagt, dass von nun an nur noch staatlich zugelassene Ärzt*innen, mit entsprechender Weiter- oder Fortbildung, Tattoos entfernen dürfen. Das sind dann vor allem Hautärzt*innen und plastische Chirurg*innen.  

 

Warum dürfen nur Ärzt*innen mein Tattoo entfernen?

Die Entfernung eines Tattoos mit Laser ist nicht völlig harmlos. Bei einer falschen Behandlung kann es zu Verbrennungen, Pigmentveränderungen, Entzündungen und Narben kommen. Zudem können bei der Laserbehandlung giftige und krebserregende Verbindungen entstehen. Ärzt*innen können diese Risiken abschätzen und raten eventuell auch häufiger von einer Tattooentfernung ab, wenn die Behandlung nicht sicher erscheint. 

 

Welche Nachteile bringt die neue Regelung mit sich? 

1,2 Millionen Deutsche lassen sich jährlich ihr Tattoo entfernen (MDR). Durch die Einschränkung der ausführenden Personen wird es vermutlich zu längeren Wartezeiten kommen. Eventuell werden auch die Preise einer Entfernung steigen. Hier gilt jedoch: Lieber etwas mehr Geld bezahlen und dafür professionell behandelt werden – damit das Tattoo auch wirklich (und) sicher verschwindet. 

 

Ich betreibe eine Entfernungs-Praxis – darf diese geöffnet bleiben? 

Ja! Sind Sie Besitzer*in einer Entfernungs-Praxis müssen Sie jedoch ab 2021 mit Ärzt*innen zusammenarbeiten, die über die nötige Fachkunde verfügen. Dazu zählen keine Heilpraktiker*innen.